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roadtrip
BALKAN

 

Zwischen Baklava und Bänderriss

Roadtrip

Hochsommer

Van

ROUTE

"

JUL/AUG 2025

Čigoć – Jajce – Visoko – Sarajevo – Mostar – Kotor – Skadarsko Jezero – Durmitor – Tara

Karte Bosnien Montenegro

Ursprünglich gab es einen Plan. Dann wurde unter Hitzeeinwirkung kurzentschlossen falsch abgebogen. Aber:

Es ist ein schlechter Plan,
der keine Änderung erlaubt.

PUBLILIUS SYRUS

Van

 

Der Tag ist da: alle Kisten gepackt, die Wassertanks befüllt, Kamerakkus geladen … Abfahrt.

Ein schwarzer Bus sieht schick aus und hat den Vorteil, dass ihn niemand als „Wohnmobil“ erkennt … aber es geht in den Süden, im Hochsommer. Fass bloß kein Metall an.

Čigoć

45° 25′ N, 16° 39′ O
Nach gut 1.000 km der erste richtige Zwischenhalt.

Mehr Störche (ca. 250) als Einwohner (124) hat das kroatische Dorf Čigoć, das 1994 zum ersten „Europäischen Storchendorf“ ernannt wurde. Das gesamte Ensemble schlängelt sich entlang der einzigen Straße und wirkt zunächst wie ein riesiger Lostplace. Aber die rund 70 denkmalgeschützten (und ohne einen einzigen Nagel erbauten) Holzhäuser sind tatsächlich zu einem großen Teil noch bewohnt. Da man bei der naheliegenden Save mit Wasserstandsschwankungen bis zu 10 m rechnen muss, verfügen viele Häuser über Außentreppen, die direkt zum oberen Stockwerk führen.

 BOSNIEN & HERZEGOWINA

Nachdem die ersten Lektionen in „Verhalten im bosnischen Straßenverkehr“ verdaut sind, erwartet uns zur Nacht eine Freicamp-Idylle samt stimmungsvoller Abendsonne … was man auf den Fotos allerdings nicht sieht: Poolparty in 300 m Luftlinie.

historischer exkurs

Ethno Muzeum Ljubacke Doline

Ein kleines Freilichtmuseum direkt in Sichtweite unseres Stellplatzes. Ein ruhiger Start in die bosnische Kultur – inklusive Lammbraten zum Frühstück.

JAJCE

44° 20′ N, 17° 16′ O

So richtig gepackt hat mich die Stadt nicht … auch wenn hier einmal im Jahr das berühmte Wasserfall-Springen stattfindet.
Vielleicht war es aber auch einfach nur zu heiß, denn nur dank kühlendem Nackentuch wurde der erste Hitzschlag verhindert.

Jajce

Dennoch ging es durch verschlungene Gassen und Treppen rauf zur Burg …

Jajce

Und absolut nichts hätte man sich in diesem Moment mehr wünschen können, als eine eisig kalte Krypta … zack, erste Erkältungssymptome.

Jajce Krypta
Jajce Krypta

WASSERMÜHLEN von MLINCICI

5 km westlich von Jajce findet man die spektakulären Wassermühlen von Mlinčići. Sie wurden während der österreich-ungarischen Herrschaftszeit (1867 – 1918) über den verästelten Bachläufen des Plivi-Sees erbaut und sind durch Holzstege miteinander verbunden. Auch wenn der Ort erwartungsgemäß heillos überlaufen ist und man für ein menschenleeres Foto extrem viel Geduld benötigt, ist der Besuch dennoch absolut lohnend … und direkt nebenan kann man sich bei einem spontanen Bad im See abkühlen.

Wassermühlen von Mlinčići

Im Eto Gostionica schweben Tische und Bänke über dem Wasser … es gibt wohl kaum einen idyllischeren Ort für ein Frühstück.

Wasserfall mit Sofa

VISOKO

43° 59′ N, 18° 11′ O

Hier findet man die sagenumwobenen „Bosnischen Pyramiden“ … was soll ich sagen? Ich bin sehr an historischen Entdeckungen interessiert und dabei auch alternativer Geschichte gegenüber durchweg aufgeschlossen, aber das hier finde ich suspekt. Visoko selbst ist bei Tag so hässlich wie die Nacht und kaum jemand würde hier freiwillig länger als für einen Espresso anhalten wollen. Aber dann hatte irgendwer diese Idee mit den Pyramiden …

BOSNISCHE PYRAMIDEN

 Dieser Jemand war der bosnisch-amerikanische Bauunternehmer und Esoteriker Semir Osmanagić. Ihm zufolge sei der Berg Visočica in Wahrheit die menschengemachte „Pyramide der Sonne“ und beherbergt ein angeblich aus dem  Jahre 12.000 v. Chr. stammendes Bauwerk, welches die Illyrer errichtet haben sollen. Ein energetisch aufgeladener Kraftort sondergleichen. Novak Djokovic schwört drauf – und der stand sage und schreibe 428 Wochen in Folge auf Platz 1 der Tennisweltrangliste.

An jeder Ecke gibt es bunten Nippes zu erwerben bis hin zum alles heilenden Pyramidenwasser. Nachdem man eine Führung (zum vollen Preis) absolviert hat, darf man die Gänge nochmal alleine betreten (jetzt zum halben Preis) – oder man geht einfach während der Führung verloren und guckt am Ausgang möglichst ebenso erfreut wie erleichtert.

Die rechteckige Form der Hügel lässt sich aus geologischer Sicht leicht erklären und im Berginneren entdeckte Tunnel wurden als Überreste alter Minen und Mauern mittelalterlicher Wasserbecken identifiziert. Aber so etwas lässt sich natürlich deutlich schlechter vermarkten …

Visoko Camping

Immerhin war der extrem kleine Stadt-Campingplatz sehr freundlich und hilfsbereit aufgestellt.

FOJNICA

43° 58′ N, 17° 54′ O

Franziskanerkloster Fojnica
Franziskanerkloster Fojnica

Die ehemalige Bergwerkssiedlung Fojnica ist heute insbesondere bekannt für das Franziskanerkloster mit seiner umfangreichen Bibliothek mit ca 17.000  alten und seltenen Bücher und Schriften. Zunächst standen wir vor verschlossener Tür, aber dank eines persönlichen Kontakts vor Ort war der Schlüssel schnell organisiert und eine Privatführung möglich.

Während des Bosnienkrieges wurden hier am 13. November 1993 zwei franziskanische Priester ermordet. Die Einschusslöcher sind bis heute in der Kuppel der Kapelle verblieben.

KOZICA SLAP

Nun schlug man uns vor, doch unbedingt einem sehr schönen Wasserfall in der Gegend zu besuchen, aber ohne Jeep geht da nichts. Gut, dass es immer einen gibt, der einen kennt, der einen kennt … und zack, Jeep organisiert, damit der feine Opel keinen Schaden nimmt …  man sah am Wegesrand tatsächlich ältere Herrschaften, die den gleichen Weg mit ’nem Fiat Ritmo zum Picknick fuhren.

Jeep-Tour
Jeep-Tour

SARAJEVO

43° 52′ N, 18° 26′ O

1984 Austragungsort der Olympischen Winterspiele.
Unter anderem Partnerstadt von Friedrichshafen, Magdeburg und Wolfsburg, aber auch von Amsterdam, Budapest, Stockholm und Venedig.

Zwischen 1992 und 1996 Schauplatz des Bosnienkrieges, welcher allein hier etwa 11. bis 14.000 Todesopfer fordete. 56.000 wurden teilweise schwer verletzt.
35.000 Gebäude wurden während der 1.425 Tage dauernden Belagerung zerstört, nahezu alle verbliebenen beschädigt. Auch 30 Jahre nach Kriegsende sind die Folgen noch im Stadtbild präsent und an vielen Stellen sichtbar.

Kaffee ist das bosnische Nationalgetränk und somit war es ein absolutes Pflichtprogramm, einen solchen in einem der kühlen Hinterhöfe zu genießen. 

hitzewelle

Eigentlich sollte es von hier aus weiter in Richtung der Nationalparks Sutjeska und Durmitor gehen, was angesichts der weiter steigenden Temperaturen auch ein sinnvoller Plan gewesen wäre. Warum auch immer bogen wir aber grob Richtung Mostar ab … wahrscheinlich weil wir dachten, dass es in Städten eher Klimaanlagen geben würde. Zwischenzeitig waren es 45°C und im Bus schlafen keine realistische Option mehr.

Derwishkloster Blagaj 

Dieser Ort gilt als einer der schönsten und friedvollsten Orte in Bosnien und Herzegowina. Das muslimische Gebetshaus wurde direkt an eine Felswand gebaut, von der immer auch einmal Felsbrocken herab stürzen und bereits einige Wiederaufbauarbeiten in die Wege leiteten.

Aus der in der direkt anschließenden Höhle gelegenen Buna-Quelle sprudeln pro Sekunde 43.000 Liter Wasser.

Weg zum Kloster

Aber jetzt in einer der improvisierten Flussbars endlich etwas Abkühlung genießen, Mut antrinken … und dann:

MOSTAR

43° 20′ N, 17° 48′ O

Mostar gehört zu den heißesten Städten Europas. Die Kessellage der Stadt bringt es mit sich, dass im Sommer (Juli/August) hohe Temperaturen herrschen. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen nicht selten auf über 40 °C“ (Wikipedia)

Stari most

Kaum etwas steht so symbolisch für den Bosnienkrieg wie das Wahrzeichen Mostars. Seit 1566 verbindet die „alte Brücke“ den muslimisch geprägten Ostteil mit der katholisch geprägten Flussseite der Neretva.

1993 wurde sie nach stundenlangem Beschuss zerstört und mit Steinen aus dem bereits beim ursprünglichen Bau genutzten Steinbruchs wiederaufgebaut. 2004 erfolgte die Wiedereröffnung.

Kravica Slapovi

Ein Freibad der besonderen Art. 120 m breite und 28 m hohe Wasserfälle ergießen sich direkt in einen zum Baden freigegebenen See. Mehrere Bars und hunderte Mietliegestühle vervollständigen das Bild eines sehr beliebten Bade-Hotspots, aber dem Naturschauspiel tut das keinen Abbruch. Davon kann sich das Celler Badeland gerne mal ’ne Scheibe abschneiden.

Kravica Slapovi

Pocitelj

Etwas südlich von Mostar befindet sich dieses historische Bergdorf, welches erstmals im Jahre 1444 erwähnt wurde. Enge Gassen schlängeln sich an Häusern und Moschee vorbei und unzählige steinernde Stufen führen einen hinauf bis zur Turmruine „Gavrankapetanovic“ und weiter zur Festung. Der Ausblick über das Tal ist grandios.

Počitelj
Počitelj
Počitelj

Ich hatte schon erwähnt, dass die Straßenverhältnisse hier etwas in die Jahre gekommen sind, oder? Das neue Fahrwerk wird dann 4×4.

Brücke
Brücke
Anreise Camp
Stipan Camp

Stipan Camp

Der beste aller besuchten Campingplätze – ursprünglich, einfach und wunderschön!

Stipan Camp
Stipan Camp
Stipan Camp
Vanlife zur blauen Stunde
Stau an der Grenze nach Montenegro

Dobrodošli u Crnu Goru

Montenegro

Montenegro
Montenegro
Montenegro

KOTOR

42° 26′ N, 18° 46′ O

Es ist ein beeindruckender Blick, wenn man sich von Norden nähert und  der erste Blick auf die Bucht von Kotor fällt. Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt liegt am südlichen Rand der Bucht in einem natürlichen Hafen, der von einer bis zu 1894 m hohen Bergkette umschlossen wird. Dieser günstige Umstand lockte schon früh die Illyrer, später auch Griechen und Römer an. Trotz der im Jahre 535 durch Kaiser Justinian errichteten Festung wurde Kotor 840 von den Sarazenen und 1242 nochmals von den Mongolen geplündert, bevor es im 14. Jh. zum Handels-Konkurrenten Dubrovniks und Venedigs aufstieg. Es folgte was zu erwarten war: 1369 wurde die Stadt durch die Venezianer zerstört. Als die Konkurrenz  endlich mal Ruhe gab, folgten in den Jahren 1564, 1667 und 1979 massive Zerstörungen durch Erdbeben. 

Blick auf Bucht von Kotor

Auch politisch blickt Kotor auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Es gehörte zunächst als freie Stadt zu Serbien, daraufhin zu Ungarn, dann zu Bosnien, bevor es 1391 selbstständige Republik wurde, sich aber 1420 unter venezianischen Schutz stellte. 1797 wurde das Gebiet Österreich zugesprochen, von 1808 bis 1814 war es von Frankreich besetzt. 1918 kam Kotor zum Königreich Jugoslawien, wurde aber 1941 an das Königreich Italien angeschlossen. 1943 folgte noch eine Besetzung durch die Wehrmacht, bevor es wieder jugoslawisch wurde. 2006 erklärte Montenegro letztendlich  seine Unabhängigkeit … so der aktuelle Stand.

Aber auch wenn die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischenzeitlich in den Hintergrund rücken, fallen dennoch täglich krakehlende Horden Fremder mit ihren Kreuzfahrtschiffen über die kleine Stadt her.

exkursion

Perast & Maria vom Felsen

In der Hoffnung, morgens nicht komplett im Touristenstrudel unterzugehen, ging es erstmal direkt wieder raus aus der Stadt und auf’s Wasser. Ziel ist die „Gospa od Škrpjela“, „Lady of the Rocks“ oder auch „Unser Lieben Frau (Maria) vom Felsen“. Die kleine barocke Kirche im See entstand infolge der im Jahr 1452 begonnenen Tradition, dass Seeleute nach jeder erfolgreichen Reise Steine und Felsbrocken an der Stelle der Bucht versenkten, an der zuvor eine Madonnen-Ikone gefunden wurde.

Zunächst aber ein kleiner Zwischenstopp in Perast.

Perast

Nun aber zur „Lady of the Rocks“ und dem darauf befindlichen Museum.

Perast | Lady of the Rocks
Perast | Lady of the Rocks
Blick auf Perast vom Boot aus
Sveti Đorđe

Der Rückweg führt uns vorbei an der zweiten Insel „Sveti Đorđe“, welche Benediktinerkloster und Friedhof beherbergt.

Kotor Stari Grad

Und nun hinein ins Getümmel, durch enge Gassen, über Kopfsteinpflaster … auch wenn alle oben genannten Zerstörungen etwas anderes vermuten lassen: die Altstadt von Kotor ist tatsächlich wunderschön mittelalterlich und wurde 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Kotor Stari Grad | Portal der Lukaskirche
Kotor Stari Grad
Kotor Stari Grad


Kastel St. Ivan

Es gab zunächst zwei Gründe, die mich davon abhielten, den 260 m hohen Aufstieg über hunderte von Treppenstufen zu wagen: zum einen die weiterhin hochsommerliche Temperatur und zum anderen die horrende  Zugangsgebühr, die an eine türsteherähnliche Bande zu entrichten war …

Ja, ich hätte mich im Nachhinein extremst geärgert. Also Trinkwasser auffüllen und Blick nach oben. Was folgt sind Stufen, Stufen, Stufen.

noch mehr Stufen
fast oben
Blick über die Bucht von Kotor
Festung San Giovanni
Bucht von Kotor

Dieses Loch in der Festungsmauer war einfach zu verlockend …  dahinter öffnete sich nochmals eine völlig neue Welt, abseits der gängigen Pfade.

Auf dem Weg nach unten, knickte der Mann vor mir unschön um. Nicht mehr lange und mich wird das gleiche Schicksal heimsuchen … aber für heute blieb die Treppentour erstmal ein tolles Erlebnis!

Festung von oben mit Blick auf die Bucht
Festung von unten

Zum Ende des Tages in Kotor ging es  für einen Blick über die gesamte Bucht nochmal per Seilbahn 1.300 hm hinauf auf das Lovcen-Gebirge.

Waldbrandspuren

Seit einigen Tagen brannte es in vielen Gegenden Montenegros. Glücklicherweise blieben wir davon verschont und sahen nur vereinzelte Rauchschwaden und Brandspuren.

Das nächste Ziel sollte nun der Skutarisee (Skadarsko Jezero) sein – der kürzeste Weg führt über eine enge und häufig staubelastete Serpentinenstraße. Da hatten wir keine Lust drauf und fuhren kurzentschlossen außen herum … der Weg wurde deutlich länger als gedacht. Und kurvig. Und dunkel. Entlang der Küste, vorbei an Budva (Hotelburgen) und Petrovac. Als es auch noch anfing zu regnen, wurde es minütlich dringlicher, einen Stellplatz zu finden. Irgendwann kamen wir dann an einem Restaurant vorbei, wo man gerade im Begriff war, die Schotten dicht zu machen. Dennoch beantwortete man unsere Frage nach einem Parkplatz umgehend mit Bier, einem großen Topf Suppe und einem Lächeln. Schön!

Stellplatz an der Durchgangsstraße
Camping am Straßenrand

SKADARSKO JEZERO

SKUTARISEE

Der mit 48 km Länge und bis zu 14 km Breite größte See Südeuropas liegt im Grenzgebiet zwischen Montenegro und Albanien, wobei der größere Teil zu Montenegro gehört. Dafür orientiert sich sein Name an der am südlichen Ufer gelegenen albanischen Stadt „Shkodra“ (montenegrinisch „Skadar“). Das 1.600 m hohe Rumija-Gebirge trennt ihn von der Adria.

Flussschleife am Skutarisee

Unseren Stellplatz haben wir direkt am Flussufer bei Rijeka Crnojevića bezogen. Nun noch den leichten Regen abwarten, etwas Wäsche machen und in der Früh um 6:00 geht es für uns direkt von der Schiebetür aus auf den See.

Wir waren ca 1,5 Stunden auf dem sich schlängelnden Flußarm und dem nördlichen Teil des Sees unterwegs – außer den 2 bis 3 Anglern komplett allein und wenn der Motor aus war in totaler Stille.

Morgens auf dem Skutarisee

Im krassen Gegensatz zur wunderschönen Seelandschaft steht der Zustand der Umgebung. Viele verlassene Gebäude, Erinnerungen an den Bosnienkrieg und marode Straßen, die einem durchaus gefährlich werden können.

Aber so hat die Natur die Gelegenheit, sich ihren Lebensraum zurück zu holen.  Dieser Grashüpfer war ungefähr handtellergroß!

Grashüpfer
Grashüpfer
Schildkröte


Höhle obodska Pecina

Ganz in der Nähe soll es eine spektakuläre Höhle geben. Und ein Tag Fahrpause kommt auch mal ganz gelegen. So ging es zunächst schwungvoll und motiviert am Fluss entlang, bevor die letzten Meter über großes Gestein gekraxelt wurde. Sowas macht man normalerweise immer in halbhohem festen Schuhwerk … aber heiß, also unüberlegt in die Sneaker geschlüpft.

Zustieg zur Höhle

Ein paar Schritte ging alles gut – wie bisher immer. Doch dann dieser blöde kurze Moment, einmal wegknicken und man weiß sofort, das war jetzt gar nicht gut.

Es sind 4,5 km unwegsames Gelände bis zum nächsten Dorf. Krankenwagen braucht bis dorthin ca. 4 Stunden. Nächstes Krankenhaus … gibt es eins?

Also erstmal raus hier und zum Bach. Wir wollten doch eh noch zum Wasserfall. Achja, erst noch fix Handtasche raus … Foto machen.

Foto mit Handtasche

Adrenalin ist was schönes. Genau die Location wo man herum turnt, wenn man sich gerade einen doppelten Bänderriss zugezogen hat … und so schnell komme ich hier nun ja nicht wieder her. Außerdem habe ich auch noch nie eine Landschaft gesehen, die aussieht, als hätten hier gerade noch Drachen gebrütet.

Aber jetzt wird gekühlt!

erstmal Pause
erstmal kühlen

Es liegt nun eh eine recht lange Fahrstrecke vor uns, also geht es erstmal weiter wie geplant. Schließlich haben wir noch einiges vor

Fuß auf Eis

Aber schon beim ersten geplanten Zwischenstopp wird klar: das wird hier vorerst nichts mehr mit dem Wandern. So muss mir beim Kloster Ostrog schweren Herzens eine enttäuschende Tele-Aufnahme reichen.

So ein Mist.

Post Scriptum

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