OUTLAND
zu den drehorten von
Outlander – Game of Thrones – Harry Potter – Monty Python – James Bond – Frankenstein
raus aus der Stadt
So schön Edinburgh auch ist und so vieles es gibt, was noch ungesehen und vor allem unfotografiert geblieben ist … Schottland ohne einen Besuch in den Highlands ist wie Guinness ohne Schaumkrone.
Es gibt viele Anbieter für die klassischen Touristentouren im Reisebus. 12 Stunden-Rundreise mit 15-minütigen Fotostopps – ich habe das immer belächelt, aber die Alternative wäre Linksverkehr im Mietwagen gewesen …
Und dann war die Tour in die Highlands auch noch eine totale Notlösung, da uns ein anderer Anbieter von Tag zu Tag vertröstete. So stiegen wir eher genervt ein … und es entwickelte sich zum absoluten Glücksfall.
Unser Guide Keith von steward.tours hat einfach richtig Spaß an dem was er da tut. Er liebt und lebt Schottland total und hat uns den wohl schönsten Tag der gesamten Reise beschert, inklusive passendem Soundtrack (Beluga Lagoon, The Glen). Also höchste Empfehlung und herzlichsten Dank!
PS :: der Großteil der folgenden Fotos entstand dann erwartungsgemäß bei voller Fahrt … inklusive Spiegelungen vor schneebedeckten Bergen.
Glencoe
Das Glencoe gilt als das Herz der schottischen Highlands. Gewaltige Natur und dramatische Wetterwechsel bieten schon von sich aus ein cineastische Szenerie. Kein Wunder, dass das auch in Hollywood nicht unbemerkt blieb.
Diverse Locations wurden für die Harry Potter Filme genutzt – unter anderem für „Hagrid’s Hut“ aus „Harry Potter und der Gefangene von Azkaban“.
Und besonders legendär ist die Filmszene aus „Skyfall“, in der James Bond stilvoll im Aston Martin durch das Glencoe fährt, im Glen Etive anhält und über die Landschaft blickt.
Loch Ness
Dieser Teil dient lediglich der Vollständigkeit :: inzwischen war ich mehrfach am Loch Ness und noch nie hat es mich gepackt geschweige denn fasziniert. Auch die Bootstour ab Fort Augustus hätte man sich komplett sparen können, führt diese nämlich nicht einmal in Sichtnähe der möglicherweise lohnenden Burgruine … aber nicht jammern. Wetter, Fish & Chips und Plakat-Design waren top.
Deutlich spannender war das schottisches „Wildlife“.
busTour#2 – outlander drehorte
Midhope Castle
Als LALLYBROCH (Broch Tuarach) stellt das Midhope Castle in der Serie OUTLANDER den Familiensitz der Frazers dar. War das Tower House vor Kurzem noch eine Ruine, konnten durch den Drehort-Tourismus inzwischen erste Sanierungsarbeiten finanziert werden – die Autorin der Saga, Diana Gabaldon, hat dafür zwischenzeitlich tatsächlich eine Auszeichnung des schottischen Tourismusverbands erhalten.
Doune Castle
Dieses Schloss musste schon häufiger für Dreharbeiten herhalten – und das bereits seit Jahrzehnten. Es startete mit den „Rittern der Kokosnuss“ von MONTHY PYTHON, in GAME OF THRONES fand hier „Winterfell“ eine Heimat und für OUTLANDER wurde es zur Burg „Leoch“.
Linlithgow Palace
Heute als Kulisse für das „Wenworth Prison“ in OUTLANDER bekannt, ist Linlithgow Palace als Geburtsstätte Maria Stuarts (1542) historisch betrachtet deutlich bedeutsamer.
blackness Castle
Auf einer geschwungenen Single-Track-Road nähert man sich der idyllisch auf einer felsigen Landzunge stehenden Burg. Aus der Luft betrachtet, bildet seine Befestigungsmauer die Form eines Schiffes nach, was zu ihrem Beinamen „das Schiff, das niemals segelte“ führte.
In der Serie OUTLANDER liefert sie den filmischen Platzhalter für Fort William, der Ort an dem Jamie Frazer gnadenlos von Black Jack Randall ausgepeitscht wird – eine der Schlüsselszenen, zu deren düsterer Stimmung der Drehort seinen Teil unmissverständlich beiträgt.
CULROSS
Auch der letzte Halt unserer Tour zeigt uns einen OUTLANDER prägenden Drehort. Kopfsteingepflasterte Gassen und weiß gekalkte Häuser bilden die authentische Kulisse für das Dorf „Cranesmuir“ und werfen einen direkt um 200 Jahre zurück. Schon 1971 gab es hier erste Dreharbeiten zu „Kidnapped“ mit Michael Caine, später zur Neuverfilmung des Hitchcock-Klassiker „Die 39 Stufen“ und sogar für einen Bolywood-Film namens „Ho Gaya Na“.
Touren-fazit
Gebuchte Touren im Reisebus sind einerseits gut, um sich bequem einen groben Einblick zeigen zu lassen. Mit dem richtigen Fahrer können sie auch extrem viel Spaß machen!
Für mich als Fotografen ist es andererseits eine extreme Herausforderung :: kurze Stopps in denen alle das gleiche Foto machen und sich gegenseitig im Bild herum stehen. Darüber hinaus bleibt absolut keine Zeit, die Umgebung zu erkunden, um neue spannende Perspektiven zu finden, schon gar nicht wenn diese mit einem längeren Fußweg verbunden sind. Aber fairerweise muss man sich eingestehen, dass solche Touren dafür auch nicht gedacht sind. Schön war es dennoch!












