roadtrip
BALKAN
Teil II
Roadtrip
Hochsommer
Van
TEIL 2
Durmitor
NATIONALPARK
Irgendwie hatte ich kurzzeitig das Gefühl, wir haben uns verfahren und ich bin nach mehreren Tagen verschlafener Fahrzeit aufgewacht. Hier wirkt alles komplett anders als auf der bisherigen Route. War das Land bisher viel von Flüssen durchzogen und somit sehr grün, so dominieren hier weite, karge, beinahe steppenähnliche Freiflächen. Klapprige, sehr einfache Holzhütten wirken willkürlich in die ansonsten unberührte Landschaft gesetzt und an vielen Stellen sieht man Pferde und Schafherden … die raue Hochebene wirkt auf den ersten Blick fast wie eine kleine Mongolei.
ZABLJAK
Die höchstgelegene Stadt Montenegros liegt auf einer Höhe von 1.456 m und hat aktuell ca. 2.000 Einwohner. Im Winter ist hier Hauptsaison, denn de Gegend gilt als eines der schönsten Skigebiete Europas.
Die Gegend um Zabljak wurde bereits im 4. Jh. durch Kelten, später durch slawische Stämme besiedelt und stand von 1482 bis 1857 unter osmanischer Herrschaft. 1870 gilt mit dem Bau von Schule, Kirche und Hauptmannshaus als Geburtsjahr des modernen Zabljaks. Gut möglich, dass diese verfallenen Hütten einen Eindruck der damaligen Verhältnisse zeigen.
Katun Camp
Ein schönes kleines Camp mit fantastischer Aussicht. Genau das Richtige für einen Fußlahmen. Medizinische Versorgung (Privatpatient) gab’s glücklicherweise auch direkt vor Ort.
Um mir die Wartezeit des Ausritts zu vertreiben gab es den montenegronischen Frühstücks-Klassiker Njeguški pršut (getrockneter Schinken) und Pljevaljski Sir (gereifter Weißkäse aus Schafsmilch), dazu Priganice (Hefeteig-Kugeln) und Marmelade … abgeschlossen wurde das ganze dann mit einem extrem leckerem Lammbraten.
Gut gestärkt ging darauhin die Reise weiter Richtung Tara-Schlucht.
TARA SCHLUCHT
Mit bis zu 1.333 m nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt – und die tiefste in Europa.
SUTJESKA
NATIONALPARK
Hach … ausgerechnet im „Tal der Helden“ schaffe ich es nicht zum Sutjeska Monument „Flügel des Sieges“ hinauf.
Das geplante Handtaschen-Motiv musste somit ausfallen. Es tut mir Leid, aber ich habe heute leider kein Foto für Dich.
Aber immerhin hat sich Nina meine Kamera geschnappt und mir ein paar sehr gelungene Bilder des riesigen Betonmonuments mitgebracht, das an eine der blutigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs erinnert.
Es standen noch einige Stopps sehr schöne auf der Routenplanung. Aber da ich mich nur recht eingeschränkt bewegen konnte und somit keinesfalls an schöne Wanderungen mit interessanten Fotomotiven zu denken war, machte es keinen Sinn mehr, sich länger zu quälen. Dazu kam natürlich auch der Gedanke, dass sich das ganze Dilemma vielleicht doch mal ein Arzt ansehen sollte. Also machten wir uns etwas verfrüht auf den Heimweg … es blieben uns noch ein paar Eindrücke vom Rand des Una-Nationalparks und ein kurzer Stopp bei Freunden.
Post Scriptum
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